NEWS
Die kanonischen Fünf oder Fable und der pickepackevolle Februar! - 27.07.2026
Sie hießen Mary Ann Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catherine Eddowes und Mary Jane Kelly. Sie waren und sind die bekanntesten Opfer in einer Mordserie, die sich im Jahre 1888 im Londoner East End zugetragen hat. Ihr Mörder ist vielen bekannt unter dem einprägsamen Namen Jack the Ripper.
Dies nur als kleiner geschichtlicher Aufhänger, weil es gerade so gut gepasst hat. Nein, nicht weil wir Yay schreien, sobald irgendwo ein Mord geschieht. Und auch nicht, weil Jack the Ripper mit dem bösen Schurken unser Geschichte – Jack of Blades – verwandt ist. Nein, hier passte einfach nur die Bezeichnung „Die kanonischen Fünf“ wie die Faust aufs Auge oder wie der Balverine in Knothole Glade.
Übrigens, habt ihr schon gewusst, dass die ehemaligen Entwickler der Fable-Trilogie, die Lionhead Studios, unter der Schirmherrschaft von Peter Molyneux, ursprünglich einen vierten Fable-Teil gepitcht hatten, der die industrielle Idee von Fable 3 weiterführen sollte, mit viel „spätviktorianischen, durchgedrehten Jules-Vernes-Zeug“, in dem Bowerstone gewissermaßen London war, und Jack the Ripper die Straßen unsicher gemacht hätte!? Wie wir wissen, wurde daraus leider nichts, weil man der Ansicht war, dass Lionhead lieber Service-Spiele machen sollte, womit wir bei Fable Legends wären... oder auch nicht! Denn wie das ausging, wissen wir ja nur allzu gut.
Nun aber weg mit dem regnerischen London, hin ins märchenhafte Albion, und weg von dem, was war, hin zu dem, was noch sein wird, in die (baldige) Zukunft, genauer: In den Februar 2027. Denn um genau den geht es hier und jetzt.
Ja, auch der steckt in der Überschrift: der pickepackevolle Februar. Und ihr ahnt mit Sicherheit, was jetzt kommt. Viele, viele Games, die uns Anfang nächsten Jahres nur so um die Ohren fliegen. Denn wie sollte es auch anders sein: Fable ist nicht allein! Einige potentielle Hochkaräter haben den Februar für sich auserkoren und buhlen um die Gunst der Spielerschaft.
Aber was treibt mich nun zu dieser Meldung?
Es ist die Kritik, und, ja auch schon, in gewisser Weise, Panik, eines gewissen Jez Corden, seines Zeichens Chefredakteur bei Windows Central, der jüngst hart mit Microsoft und Xbox ins Gericht gegangen ist, weil die Redmonder sich, in der letzten Zeit sehr auffallend, vom Pfad der Exklusivität entfernt hatten (Fable erscheint auch für die PS5), und nun nur langsam und zaghaft zurückrudern – naja, zumindest etwas.
Primär geht es um die von Konkurrent Sony verlautbarte Info, dass am 16. Februar 2027 der neuste Teil der God of War Reihe, God of War Laufey, exklusiv für die PS5 erscheinen soll. Das sind gerade einmal zwei Tage vor dem Early Play Release vom neuen Fable, was reicht, um bei dem ein oder anderen die Alarmsirenen zum schrillen zu bringen.
Natürlich kann es hierbei reiner Zufall sein, dass just zwei Tage vor einem der größten Releases von Xbox in der nächsten Zeit, ein neues God of War erscheint – unabhängig davon, was man vom so genannten Spin-Off Laufey halten mag -, doch ist es allemal interessant zu sehen, mit welcher Hingabe Spieleentwickler rund um den Globus den Monat Februar für ihre Veröffentlichungen ins Visier nehmen, unabhängig – und da ist es wieder, dieses Wort – dem subject to change.
Denn ja, noch ist nichts in Stein gemeißelt, weder beim Release von Laufey, noch bei unserem Fable. Ob es was bringt, wenn wir schreien „God of War lauf (weg), ey“? Nicht? Okay, der musste jetzt sein, bringt aber wohl tatsächlich am Ende genau das: nichts! Denn ja, warum sollte Sony vor Xbox weglaufen, ist GoW Laufey doch 1) ein exklusives Ding und 2) in Genre und Ausrichtung anders aufgestellt als Fable. Gibt es Gemeinsamkeiten? Ja, mit Sicherheit. Aber die Unterschiede, und damit sind (auch) die unterschiedlichen Zielgruppen gemeint, die man für sich gewinnen möchte, sind doch wohl nicht von der Hand zu weisen.
Wir möchten auch gar nicht in die Central'e Kritik einstimmen und Xbox vorschreiben, was sie zu tun haben, und was nicht, sondern uns einzig und allein auf den Spielemonat Februar konzentrieren – komme, was da wolle.
Damit sind wir jetzt auch endlich bei den kanonischen Fünf (Spielen), die unser Gamerherz, im nachweislich zweitkältesten Wintermonat, für sich gewinnen wollen. Spoiler: Fable und Laufey sind nicht alleine!
Am zwölften Februar beginnt der Reigen mit dem neuen Tomb Raider (Namenszusatz: Legacy of Atlantis). Lara Croft springt voran ins kalte Wasser und zieht die ersten Bahnen, bevor vier Tage später, am 16. Februar, die Totgeglaubte aus Laufey aufsteht und (oh ja) losläuft. Das Playstation-Exclusiv haut mit viel Power und einem mächtigen Hunger auf Downloads und (noch) physischen Verkäufen auf die Pauke und hat immerhin ein kahles Zugpferd (Kratos) in der Hinterhand. Wiederum nur zwei Tage später, am 18. Februar, dürfen wir endlich wieder durch Albion wandeln (und sogar reiten) – Premium Edition sei Dank -, nur um an der ersten Biegung festzustellen, dass am selben Tag ein Revival gefeiert wird, über die japanische Landesgrenze hinaus, versteht sich. Persona 4 ist dabei definitiv keine persona non grata, sondern, im Gegenteil, ein gern gesehener Joker. Ja, und damit hätten wir, in einem Zeitraum von nicht mal einer Woche, bereits vier Kracher. Fehlt nur noch der Ego'mane unter den Februar-Spielen. Noch ohne genauen Termin, aber bestimmt pünklicher als die Bahn, rattert die Metro durch 2039, immer auf der Suche nach Passagieren, die noch abgeholt werden wollen.
Nochmal kurz und knackig:
12.02. - Tomb Raider: Legacy of Atlantis
16.02. - God of War Laufey
18.02. - Fable (Early Play) und Persona 4 Revival
23.02. - Fable (für alle)
xx.02. - Metro 2039
Puh! Und da sage noch mal jemand, der September '26 wäre verrückt!
Aber wie man es nun dreht und wendet, im Februar wird es definitiv heiß hergehen! Wäre da die Frage, die sich uns nun stellt: Müssen wir Fable-Anhänger nun Angst um unseren (möglichen) Heilsbringer haben, oder kann es uns (und Xbox) ziemlich egal sein, dass eine kleine, aber feine Armada von Games sich rund um Fable positioniert hat, mit dem Ziel, alles und jeden zu versenken? Was macht das nun mit uns und der Situation?
Zuerst einmal: Für Panik ist kein Platz. Sollte Fable das Spiel werden, dass wir uns alle erhoffen, muss es sich weder hinter einem Gott, Pardon, einer Göttin des Krieges, noch hinter einer nie alternden Videospielikone verstecken. Auch mit der U-Bahn wird niemand nach Japan fahren müssen, der sich Sorgen um Albion´s Next Topmodel macht. Ja, wir werden nicht alles Black & White malen müssen – um es mit Molyneux zu halten -, nur weil man uns das vor den Latz knallt.
Angemerkt sei an dieser Stelle noch, dass es natürlich nicht bei den aufgezählten fünf Spielen im Februar bleiben wird, besteht doch die Möglichkeit, dass auch noch andere Entwickler und Publisher ihre Games in diesem Zeitraum veröffentlichen werden. Für diese „News“ haben wir uns aber bewusst auf die großen (bisher mit Termin versehenden, Metro mal ausgenommen) Brocken konzentriert.
Denn ganz klar: Die kanonischen Fünf haben allesamt die Chance auf hohe Wertungen und prächtige Verkaufszahlen, zumindest dann, wenn das finale Produkt mit dem bisher gezeigten Material mithalten kann. Wer wem dann im Februar ein Beinchen stellt, oder wer als erstes vor der holden Konkurrenz kuscht, dass wird sich erst noch zeigen.
Die Hoffnung ist, dass Fable auf zwei sehr strammen Heldenbeinen steht! Und dazu noch einen langen, sehr langen Atem hat, bitteschön!
Quellen: Windows Central, Play3.de, Gamepro.de