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Microsoft´s teurer Ritt nach Albion! - 29.07.2026
Vor zwei Tagen, am 27.07., berichteten wir vom pickepackevollen Februar 2027, der uns einige vielversprechende Spieleperlen bescheren könnte – vorausgesetzt, die Spiele wissen zu überzeugen und an den einzelnen Releaseterminen ändert sich auch nichts mehr.
Gestern erst konnten wir noch dazu voller Freude („Yay!“) verkünden, dass Fable, in ziemlich genau vier Wochen, nach Köln auf die Gamescom kommt, zwar nicht anspielbar, aber doch immerhin mit einer Live-Demo-Theaterpräsentation. Ob es magisches Popcorn geben wird? Wissen wir nicht! Aber das wir bislang unbekanntes Gameplay zu sehen bekommen werden, dass wissen wir mit Sicherheit.
Heute wollen wir aber keinen weiteren Ausblick auf die Gamescom wagen, sondern uns noch einmal mit den Windows Central-Artikel von Jez Corden auseinandersetzen, enthielt dieser doch – neben dem vielen Rage und der Sorge um Fable und Xbox generell -, die Angabe, die uns allen noch teuer zu stehen kommen könnte.
Wie Jez Corden, der als Insider bestens verdrahtet im Xbox-Kosmos ist, kurz ausführt, sind bei der Entwicklung vom neuen Fable die Kosten gehörig aus dem Ruder gelaufen. Laut seiner Quelle, wurde das Budget deutlich überschritten, wobei er aber nicht genauer ins Detail geht. So wissen wir weder, wer die Quelle ist, noch sind uns irgendwelche Zahlen bekannt.
Bei den Gründen, für die überschrittenen Kosten, scheint es dagegen schon etwas klarer zu sein, wenn wir die letzten Jahre einmal Revue passieren lassen: Neben mehrerer Verschiebungen (ursprünglich sollte Fable schon 2024 erscheinen), gilt der Einsatz der hauseigenen Forza-Tech-Engine als gewichtiger Kostentreiber. Immerhin war die ursprünglich nicht für ein RPG ausgelegt, auch wenn Open Worlds (siehe Forza), schon anno 2018 kein wirkliches Problem darstellten. Doch zwischen einer Forza-Welt und der von Fable, mit all seinen Rollenspielmechaniken (Quests, Kämpfe, Charakterentwicklung, etc.), liegen dann doch Welten. Playground Games musste viel Arbeit – und Geld – investieren, um Albion und seine (über 1000 einzigartigen) Bewohner zum Leben zu erwecken.
Führt man sich jetzt vor Augen, dass mit der Entwicklung bereits (spätestens) im Jahr 2018 begonnen wurde – soweit bekannt zumindest mit der Pre-Production -, wundert einem die Aussage von Mister Corden nicht mehr wirklich.
Die heutige Spieleproduktion verschlingt Unsummen, gerade für ein AAA-Spiel, wie Fable eins ist. Und da bei Playground Games, soweit bekannt, fast 500 Mitarbeiter beschäftigt sind – die sich auf Fable und Forza Horizon verteilen -, kann man davon ausgehen, dass wir mindestens bei Entwicklungskosten im mittleren dreistelligen Hunderttausender Bereich sind, sprich: irgendwas zwischen 350.000 und 600.000 Euro – wenn nicht noch mehr.
Mag der ein oder andere jetzt argumentieren, dass dies ja Peanuts im Vergleich mit den Kosten eines GTA 6 sind - man munkelt von 2 bis 3 Milliarden Euro -, so muss gesagt werden, das Fable, im Gegensatz zu GTA 6, eben auch genau das ist: ein Peanut - selbst wenn wir das natürlich alle anders sehen!
Für Microsoft selbst ist die Entwicklung von Fable auch nicht bloß kostenintensiv, sondern noch dazu ein Spiel mit dem sprichwörtlichen Feuer. Immerhin weiß noch niemand – ja, auch wir nicht -, ob die Bemühungen eines Reboots des einstigen Xbox-Darlings Früchte tragen werden. Noch kann niemand sagen, ob Fable all die in sich gesteckten Erwartungen erfüllen wird. So riesig der Hype auch ist, am Ende entscheiden die Verkaufszahlen über Wohl und Wehe, und damit über die Zukunft der Franchise.
Die Rechnung ist ganz einfach: Fable muss auf dem Gamingmarkt einschlagen wie eine Bombe, muss die anderen kanonischen Fünf hinter sich lassen, mit tollen Verkäufen, hohen Spielerzahlen, prächtigen Bewertungen der Presse (Stichwort: Metascore) und zufriedenen (nicht toxischen) Gamern aufwarten. Das I-tüpfelchen wäre dann noch der Erhalt mehrerer Branchenpreise (Game Awards & Co.), um schlussendlich zu zeigen, dass man wahrhaft der größte Karpfen im Teich ist. Dann, ja dann, darf die Heldengilde vielleicht auch die nächste Generation angehender Abenteurer bespaßen.
Quelle: Windows Central